Die Dubaier Polizei hat dargelegt, wie die forensische Ingenieurwissenschaft zur Aufklärung von Mordfällen beitrug, in denen die Täter versuchten, Todesfälle wie Suizide oder Unfälle aussehen zu lassen. Die Fälle wurden von Oberstleutnant Dr. Ing. Mohammad Ali Al Qasim, dem Leiter der Abteilung für forensische Ingenieurwissenschaft, im Podcast der Dubaier Polizei vorgestellt.

In einem Fall erschien ein Todesfall in einer Villa zunächst als Suizid. Die Experten prüften die Befestigungen am Tatort mit bekannten Gewichten und stellten fest, dass sie unter den Bedingungen, unter denen die Leiche aufgefunden wurde, nicht hätten standhalten können. Die Ergebnisse zeigten, dass der Tatort inszeniert worden war, und der Täter wurde identifiziert und festgenommen.

In einem zweiten Fall versuchten eine Frau und ihr Liebhaber, die Tötung ihres Ehemanns als Unfall darzustellen, indem sie seine Leiche und sein Fahrzeug in der Nähe eines Industriegebiets verbrannten. Erdölspuren unter dem Fahrzeug zeigten zusammen mit DNA-, Chemie- und Spurenanalysen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war, und die Verantwortlichen wurden verurteilt.

In einem dritten Fall kombinierten die Experten 3D-Scans, Genomik, DNA-Tests und digitale Beweismittel, um das Gesicht eines in der Wüste gefundenen unbekannten Opfers zu rekonstruieren, was den Beamten half, das Opfer zu identifizieren und den Mörder festzunehmen.

Al Qasim sagte, die Abteilung halte sich an 23 genehmigte Untersuchungsprotokolle, und vorsätzlich gelegte Brände seien in den VAE im Vergleich zu versehentlich entstandenen weiterhin relativ selten. Ihre Arbeit trägt auch zur Unfallverhütung bei: Erkenntnisse zu defekten Airbags führten einmal zu einem Fahrzeugrückruf.

(Quelle: Khaleej Times)