SHARJAH, 6. November 2026 (WAM) – Im Rahmen eines neuen zweijährigen Projekts hat die Ausarbeitung neuer Stadtentwicklungsrichtlinien für die Welterbestätte Faya offiziell begonnen. Das Welterbebüro der Archäologiebehörde von Sharjah (SAA) hat gemeinsam mit Partnerinstitutionen seinen zweiten Planungsworkshop abgeschlossen, um die technischen und konservatorischen Standards festzulegen, die die Zukunft der historischen Stätte prägen werden.

Aufbauend auf einem intensiven ersten Workshop im April brachte die jüngste Sitzung die Umsetzung des Entwicklungsrahmens für Faya voran. Die Beteiligten verabschiedeten gemeinsam die Ergebnisse des ersten Workshops und prüften die entscheidenden technischen Anforderungen, die künftig jede schutzorientierte Entwicklung an der Stätte leiten werden.

Der Folgeworkshop knüpfte an die Fachsitzungen vom 14. bis 16. April 2026 an, in denen ein koordinierter Ansatz für Planungs- und Entwicklungskontrollen festgelegt worden war. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Überprüfung der Grenzen der Pufferzone sowie die Anforderungen des Managementplans für die Welterbestätte Paläolandschaft Faya.

An dem Workshop nahmen Mitglieder des gemeinsamen technischen Ausschusses der Abteilung für Stadtplanung und Vermessung von Sharjah und der Wohnungsbauabteilung von Sharjah teil, ebenso Experten des Welterbebüros der SAA und der Welterbe-Experte Dr. Jad Tabet, der die Methodik zur Erarbeitung der Anforderungen gemäß den internationalen Welterbestandards der UNESCO betreut.

Die Teilnehmer prüften die vom technischen Ausschuss geleistete Arbeit und erörterten die noch ausstehenden Maßnahmen aus dem ersten Workshop. Der Anfang dieses Jahres gegründete Ausschuss arbeitet direkt mit dem Welterbebüro zusammen, um die Anforderungen des Managementplans zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen und so den Schutz des Erbes in Planungsentscheidungen zu verankern.

Die Umsetzung der verabschiedeten Ergebnisse soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Die weiteren Arbeiten folgen den Empfehlungen des zweiten Workshops und zielen auf die Erstellung detaillierter Karten für das Welterbegut ab. Zudem arbeitet der Ausschuss an einer digitalen Kulturerbe-Ebene auf Basis geografischer Informationssysteme (GIS), um ein koordiniertes Management der Stätte und fundierte Entwicklungsentscheidungen zu unterstützen.

Als UNESCO-Welterbestätte stellt Faya eine archäologische Landschaft von internationaler Bedeutung dar, die Zeugnisse menschlicher Präsenz in ariden Lebensräumen aus mehr als 200.000 Jahren bewahrt. Der Schutz ihres außergewöhnlichen universellen Wertes, ihrer Authentizität und Integrität steht im Zentrum des Engagements von Sharjah für den Schutz des kulturellen Erbes. Der Entwicklungsrahmen unterstützt dieses Engagement, indem er sicherstellt, dass künftige Planung und Entwicklung die archäologische Bedeutung der Stätte und ihr weiteres Umfeld respektieren und dieses Erbe für künftige Generationen bewahren.

(Quelle: WAM.ae)